Die Anpassung der Wohnsituation
Ist es möglich, weiterhin in der eigenen Wohnung zu leben, wenn man hilfsbedürftig wird?
Diese Frage stellen sich viele Ältere und ihre Angehörigen. Erfreulicherweise ist dies viel häufiger möglich als vermutet. Die Lösung lautet : Wohnraumanpassung.
Mit wenig Aufwand lässt sich oft eine grosse Wirkung erzielen.
Wichtiges Ziel der Wohnanpassung ist, die Sicherheit und Bequemlichkeit in der Wohnung zu erhöhen. Zuerst gilt es Stolperfallen und andere Unfallquellen aufzuspüren, denn die mit Abstand häufigste Unfallursache in der Wohnung sind Stürze.
Darüber hinaus sollte die Wohnung an die individuellen Mobilitätseinschränkungen und Behinderungen der Bewohner angepasst werden.
Dafür sorgen, neben allgemeinen und baulichen Massnahmen auch die Ausstattung mit Hilfsmitteln, für eine altersgerechte Wohnmöglichkeit.
Die baulichen Anpassungen richten sich in erster Linie nach den Bedürfnissen und Einschränkungen, sind aber auch im Hinblick auf zukünftige Beeinträchtigungen zu betrachten.
Bauliche Massnahmen
Bauliche Massnahmen für den Umbau in eine altersgerechte Wohnung
sind :
1. Die Beseitigung von Barrieren, die es unmöglich machen, sich mit einem
Rollstuhl oder einem Rollwagen zu bewegen.
Dazu gehören Türschwellen, Fensterrahmen die eine Führungsschiene auf
dem Boden haben, Duschwannen, Absätze zwischen verschiedenartigen
Fussböden uvm.
2. Sollten sich Treppen in der Wohnung befinden, kann man diese, je nach
Platzangebot, mit einem internen Treppenlift überbrücken. Informationen
über Treppenlifte, die richtige und sichere Wahl sowie Reparatur - und
Serviceleistungen bietet : Treppenlift Verbund Schweiz
3. Verbreiterung der Türen.
4. Zur Anpassung der Bäder gehört z.B. der Einbau einer ebenerdigen Dusche
ohne Schwellen und / oder einer Sitzbadewanne mit Tür. Veränderung
der Sitzhöhe des WC `s und des Waschbeckens, Trittsicherheit des
Fussbodens.
5. Veränderung der Höhe der Schränke und der Arbeitsfläche in der Küche. Die
Küchengeräte sollten auf Sitz - oder Stehhöhe eingebaut sein.
6. Einbau eines 24 Std. Notrufknopfes.
7. Telefonanschluss in allen Zimmern.
Zusätzliche Hilfsmittel
Hilfsmittel, die zusätzlich angeschafft werden können :
1. Haltegriffe in der Dusche und Duschhocker, Stützgriffe am WC und dem
Waschbecken.
2. Sitzmöglichkeiten in der Küche in Höhe der Arbeitsfläche.
3. Rutschfester Bodenbelag im Badezimmer, der Dusche und der Badewanne.
4. Das Mobiliar sollte eine geeignete Höhe haben. Auf diese Weise wird sicheres
aufstehen und Setzen gewährleistet.
Allgemeine Ausstattungsänderungen
Allgemeine Ausstattungsänderungen in der Wohnung zur Vermeidung von Stürzen und für bessere Beweglichkeit :
1. Eine ausreichende und helle Beleuchtung in der gesamten Wohnung.
2. Keine losen Teppichkanten und Kabel auf dem Boden.
3. Vermeiden von hervorstehende Möbelkanten.
4. Genügend Platz in den einzelnen Räumen um sich auch mit einer Gehhilfe bewegen zu können.



